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fimt. Forschungsinstitut für Musiktheater

Inszenierung von Macht und Unterhaltung – Propaganda und Musiktheater in Nürnberg 1920–1950

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	 Frauenbilder-C-Staatstheater-Nuernberg Sängerinnen des Nürnberger Stadttheaters © Staatstheater Nürnberg

​Frauenbiographien und Frauenbilder am Nürnberger Stadttheater von 1920–1950

Heimchen am Herd, Verführerin oder Weltretterin? Das Teilprojekt zu Frauenbiographien und Frauenbildern fragt nach der Rolle von Frauen auf und abseits der Bühne des Nürnberger Stadttheaters zwischen 1920 und 1950. Damit stellt es eine notwendige Erweiterung und Ergänzung des Rahmenprojekts dar.

Die Darstellungen und Wahrnehmung von Frauen werden auf dem Hintergrund des stark von der NS-Ideologie geprägten Diskurses um das Frausein und Weiblichkeit in der Zeit betrachtet. Welchen Stellenwert hatte jenes ideologisch generierte Frauenbild, das Frauen auf ihre Pflichten gegenüber der ,Volksgemeinschaft‘ reduzierte, etwa für die Darstellungen der Frauen auf der Bühne? Wie ließen sich ideologisch geprägte Vorstellungen von Frauen, etwa der als Mutter und Gefährtin des Mannes, vereinbaren mit Verführerinnen und Weltretterinnen auf der Bühne?

Durch einen Quellenkorpus aus Verwaltungsschriftgut, Bildmaterial und Zeitzeugeninterviews werden zunächst die beruflichen und privaten Werdegänge einzelner Opern- und Operettensängerinnen sowie Tänzerinnen nachgezeichnet. In einem zweiten Schritt werden diese Informationen mithilfe von Aufführungskritiken, Presseartikeln und Szenenfotos in Bezug gesetzt zu den Rollen, die die Frauen auf der Bühne und in der städtischen Öffentlichkeit einnahmen. Damit erweitern die Ergebnisse, die durch Methoden aus Musik-, Theater-, Geschichtswissenschaft und den Gender Studies gewonnen werden, den Untersuchungsschwerpunkt zu Inszenierungsstrategien in- und außerhalb des Theaters des Rahmenprojekts. 

Das Projekt wird ermöglicht durch eine Spende der Mariann Steegmann Foundation.

Projektteam: Jasmin Goll, Jane Ebah Ruweji-Neumann, Silvia Bier, Daniel Reupke


Verantwortlich für die Redaktion: Daniel Reupke

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